[Event Spiegelau Master of Glass & Taste] Alles was ich weiß,habe ich mir angetrunken!

7/26/2015

Jaja, ihr dürft mich ab sofort mit meinem neuen Titel anreden. Kalinka the "Master of Glass & Taste". Wie ich den Titel erhalten habe und warum ihr nie wieder Bier aus einem Willy Glas trinken solltet, erzähl ich euch hier...


Ich liebe meinen Job und arbeite gern mal länger. Die Münchener S-Bahn liebe ich dafür umso weniger. An die andauernden Verspätungen habe ich mich ja schon gewöhnt, wenn dann aber die letzte S-Bahn einfach ausfällt und ich erst nach einer dreistündigen München-Odyssee am Tag vor dem mit Spannung und Vorfreude erwarteten Bier-Event des Jahres, ach des Jahrzehnts,  erst um 5 Uhr zuhause bin, da könnte man schon mal an die Decke gehen.

Und so ging es nach nur 4h Schlaf und einen Bagel im Magen auf zum Ostbahnhof. Dort traf ich mich mit den anderen bierinteressierten Bloggern und den fabelhaften Mädels von zweiblick. 
Verena kam mir gleich entgegen gerannt und herzte mich. So wird man gern begrüßt. 

Mit dem Bus ging es dann nach Markt Schwaben zu den "Fachwelten Bayern". Dort stieß dann auch Christian Kraus, Vertriebsdirektor der Marke Spiegelau, zu uns.

Er führte uns mit einem kurzen Vortrag in die Welt des Craft Beers ein und erklärte uns welche Rolle ein Glas und seine Verarbeitung für den Geschmack spielt. (Dazu dann später mehr)

Die Craft-Beer-Gläser von Spiegelau wurden zusammen mit einem Expertenteam aus Braumeistern und Spezialisten der Bierbranche entwickelt. Mit dem Ziel, die Glasformen zu finden, die den komplexen Geschmacksprofilen der drei Biersorten (Indian Pale Ale, Stout und American Wheat)am besten gerecht werden.
Christian erklärte das es, dank der von ihnen erprobten und speziell auf die Biersorte abgestimmten Glasformen, gelingt die Aromen an Nase und Zunge weiterzugeben sowie Geschmack und Textur der Biere optimal darzustellen. 


Das kann man sich erstmal so gar nicht vorstellen. Warum soll die Form des Glases einen Unterschied machen wie ein Bier schmeckt?

4 Probleme gibt es bei den klassischen Biergläsern.
1.     Gläser mit dicken Glaswänden erwärmen das Bier schneller, durch den Energieaustausch zwischen Bier und Material. Außerdem verfälschen sie die Farbe des Bieres.
2.     Die kostbaren Aromen des Bieres gehen durch ungünstige Glasformen verloren.
3.     Das Bier wird durch die raue Oberfläche des Glases schneller schal.
4.     Der Rollrand des Bierglases leitet das Bier nicht auf die richtigen Regionen der Zunge.

Dieser Probleme hat Spiegelau sich angenommen und zusammen mit Bierbrauern aus den USA die perfekten Gläser entwickelt.
Die Gläser sind aus Kristallglas und dünnwandig. Dadurch wird eine Farbechtheit garantiert und der Wärmeaustausch zwischen Bier und Glas findet praktisch nicht statt.
Durch die speziellen Formen der Gläser werden die Aromen in ihrem kompletten Spektrum gefördert und der Geschmack kann sich so besser entfalten, da er mit allen Sinnen optimal aufgenommen werden kann.
Durch ein spezielles Verfahren, Platinumverfahren, werden die Gläser spiegelglatt und dadurch wird der Sauerstoff gebunden und das Bier bleibt länger spritzig.
Die Craft Beer Gläser haben kein Rollrand mehr, dieser wird mit einem Laser abgetrennt. Dadurch wird das Bier genau auf die Zungenregionen gelenkt wo das Bier landen soll.

Das war alles natürlich noch sehr theoretisch, aber auch wichtig um erstmal zu verstehen welchen Einfluss das Glas auf den Genuss hat. Und wir sollten doch mehr dazu kommen wieder mehr zu genießen. Bei Wein tuen wir das doch auch. Warum also nicht auch bei dem Bier. Sind wir nicht das Land des Bieres? Dann sollten wir alle jetzt Bier aus dem für das Bier optimale Glas zu trinken. Oder trinkst du deinen Rotwein aus Sektgläsern?


Nach einer kleinen RauchPause durften wir nun endlich Verkostung. Deswegen war ich doch hier und ein paar andere sicher auch.;)
Auf den Tischen standen die drei Craft Beer Gläser und ein Joker Glas (auch bekannt als Willy Glas).

"Alles was ich weiß, habe ich mir angetrunken!" (Christian) 
Die 3 Craft Beer Sorten sollten also nun probiert werden in ihrem speziellen Glas.
Den Anfang machte das "Blanche de Namur". Ein American Whit Beer.
Wir gaben ein Schluck in das Wheat Beer Glas und eins in das Joker Glas, zum Vergleich. 

Und ich sag euch der Unterschied war wahnsinnig.
Während es im klassischen Glas fast keine Aromatik hatte und viel gröber auf der Zunge war, prickelte es fein im Spiegelau Glas und war vollmundig-süß im Geschmack. Ich war schon jetzt überzeugt.



Weiter ging es mit einem Pale Ale von Sierra Nevada. Diesmal sollten wir das Bier zuerst aus der Flasche probieren. Hier merkte man das das Bier sehr viel Kohlensäure hatte und eine bitter Note.

Dann ab damit in das IPA Glas und ins Joker Glas. Im passenden Glas schäumt das Bier schön auf, auch nach jedem Schluck.  Schaum ist wichtig, da er Aromen gibt, deswegen sollte man das Bier auch nie bis zum Rand füllen! Ich merk grad wir machen alles falsch auf Arbeit. Aber wie würden mich die Kunden auch anschauen, wenn ich ihnen ein Bier reichen würde, dass nicht bis zum Rand gefüllt ist.

"Was die Nase verspricht, das hält der Gaumen!"

Durch das Glas wird die Bitterkeit abgeleitet und nicht direkt auf die Regionen der Zunge gespült. Bei einem anderen Glas (z.B.Jokerglas) würde das nicht funktionieren.

Das letzte Bier war ein Stout, wurde also aus dem Stout Glas getrunken und natürlich aus dem Joker Glas.

Wir füllten das Rogue Chocolate Stout in die Gläser. Das Bier schäumte vulkanartig auf. Wirklich toll.
Das Aroma stieß einen sofort entgegen. Das ist das Bier für alle Liebhaber von Schokolade und Karamell. Es war so sanft zu der Zunge aus dem passenden Glas. Einfach nur perfekt. Ich hätte nicht gedacht, dass Bier so schmecken kann.

Hätte mir jemand das Bier im Joker Glas serviert, hätte ich es dankend wieder zurück gehen lassen. Das Stout schmeckte einfach nur verbrannt und bitter. Wirklich kein Genuss.

Ich habe auf beeindruckende Art und Weise gelernt, dass es für jedes Bier das perfekte Glas gibt. Es gibt kein Universallglas, ABER ein Kompromissglas. Das ist die Biertulpe.

Eine kurze Pause und die Feststellung, dass wir alle hätten mehr essen sollen. So ein Schälchen Pommes oder ein leckeren veganen Burger hätte ich an dieser Stelle gut vertragen können. 
So bediente ich mich am Obstbuffet und freute mich auf den Vortrag von Candy. Die angehende Biersommelierin und Mit-Organisatorin dieser tollen Veranstaltung, erklärte uns die Biergrundlagen. Gemeinsam gingen wir dem Hopfensaft auf die Spur. Wenn ihr gern mehr darüber erfahren wollt, kann ich gern nochmal ein Extrabericht darüber schreiben. :)

Weiter ging es mit einer Live-Podcast-Aufzeichnung des Männerabends. Dennis wurde von Candy interviewt und auch wir durften Fragen stellen. Das Ganze war sehr lustig und ich freue mich schon auf die fertige Sendung. 
Dabei plädiere ich übrigens dafür dass wir mal einen Frauenabend machen. Na wer hat Lust darauf? Auch Frauen trinken gern Bier.;)
 
Jetzt gab es endlich Essen. Mein Magen knurrte schon sehr laut. Und wir wissen alle, dass Kalinka hungrig schon zum kleinen, großen Monster werden kann.;) Also schnell am reichhaltigen Buffet bedienen. Es gab ganz viele vegane Leckereien. Das Essen war wirklich super. Leider habe ich vergessen wem ich an dieser Stelle dafür danken darf. (Help I need somebody!)   Das Essen war von " Hoyer Gastronomie GmbH Brauhaus Schweiger" (Danke Cindy für die Hilfe ;) )


Gestärkt und satt, waren wir jetzt dran. Wir mussten uns nun unseren Titel verdienen. Dafür wurden wir per Losverfahren in 4 Teams eingeteilt (Wasser, Hopfen, Malz und Gerste). Ich war im Team Wasser.
Das Siegerteam, natürlich. An 4 Stationen wurde getestet ob wir gut aufgepasst haben. Und das haben wir natürlich. Nach noch mehr Bierproben wurden wir feierlich von Christian zum "Master of Glass & Taste" ernannt. Also wenn ihr jetzt Fragen zu Bier, Glas und Geschmack habt, dann wisst ihr wen ihr fragen dürft.






Damit ging ein wunderschöner Event auch schon zu Ende. Mit einen tollen Goodie Bag, man munkelt da war ein Craft Beer Taste Kit enthalten, ging es dann mit dem Bus wieder zurück nach München.


Der harte Kern der #alkoblogger ging dann noch in Tap House. Dort wurden wir vom Besitzer Boris mit einem Camba Amber Ale begrüßt. Dieses Bier wird 6 Monate im Bourbonfass gelagert und anschließend für 4 Wochen auf Kirschen gelagert. Eine wahre Geschmacksexplosion. 


Aus dem Hotel fanden dann noch die restlichen BierBlogger den Weg zu uns ins Tap House.
Ich ließ mir dann noch 2 weitere Biere empfehlen.


Einmal das Stout "Evil Twin Love you with my Stout". Ein 12% prozentiges Knallerbier. Es wurde nur im falschen Glas serviert.;)


Und zum Abschluss wollte ich gern noch ein leichtes Bier probieren, also brachte mir die nette Bedienung ein Summer Ale.
Es roch fruchtig-süß nach Ananas und Strand und Meer. Ein super Bier für laue Sommernächte.

Und dann ging es für mich nach Hause. 

Ich hatte einen wirklich wunderschönen Tag und hoffe ich konnte euch mit diesem Bericht etwa daran teilhaben. Ich würde euch am Liebsten alle zur Bierverkostung einladen. Damit ihr einmal schmecken und erfahren könnt was ich gestern erleben durfte. 

Und wenn ihr in München seid, geht unbedingt ins Tap House und lasst euch Biere empfehlen. Die Bierkarte umfasst mind.200 verschiedene Biere. Dort wird Bier übrigens in den Spiegelau Gläsern serviert. Ich glaub das muss ich auf Arbeit auch mal anregen. ;)


Kalinka

*Die Empfehlung und der Post bezieht sich auf meine eigene Meinung.

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7 Kommentare

  1. Anonym7/27/2015

    Oh mein Gott was für ein suuuper toller Bericht. Er gibt den Tag in all seinen Facetten wieder. Sehr süß und es scheint dir gut gefallen zu haben :)) Das Essen war von Hoyer Gastronomie GmbH Brauhaus Schweiger. Alex der GF wird sich freuen, wenn es dir geschmeckt hat :)
    Ganz liebe Grüße und bis bald mal wieder. Cindy

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    1. Oh es freut mich, dass er dir gefällt. :)

      Und danke für den Hinweis ich habe es gleich ergänzt.

      Liebe Grüße und bis bald.

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  2. Oh wow, du bist ja schnell! Schöner Bericht über einen wirklich spannenden Tag. Und bei der Frauen-Bierrunde wäre ich sofort dabei! ;)
    LG
    Sabrina

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    1. Haha, ich hatte Zeit und bevor ich alles vergesse. Das passiert in meinem Alter schnell. ;)

      Und ja lass uns das mit der Frauen Bierrunde im Hinterkopf behalten.

      Liebe Grüße

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    2. Anonym7/28/2015

      Z.B. im Tap House? Da bin ich dabei :))
      Ohne Blog, aber über Insta oder Candy erreicht ihr mich ja ;))
      LG, Cindy

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    3. Ja, das wäre cool. Wer mag das organisieren?

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    4. Ja, das wäre cool. Wer mag das organisieren?

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